Johannes Öxler ist ein leidenschaftlicher KFZ-Meister. Besonders wenn es um alte Fahrzeuge geht.
Hoffnungslose Fälle gibt es für ihn nicht, sondern nur Herausforderungen. Zusammen mit seinem Bruder Manuel hat er schon manche Rostlaube in ein Schmuckstück zurückverwandelt. Zurzeit bearbeitet Öxler einen BMW E 30 aus den 80er Jahren, der ziemlich viele Rostschäden hat.
Bei der Restaurierung geht Johannes Öxler sehr behutsam vor. Wie ein guter Zahnarzt, der versucht, so viel wie möglich von der natürlichen Substanz zu erhalten, schneidet Öxler nur die Teile heraus, die wirklich gar nicht mehr zu retten sind. Das Originalblech will er, wo immer es geht, bewahren. Diese Philosophie unterscheidet ihn von vielen anderen Auto-Restauratoren, die schon mal ganze Kotflügel am Stück ersetzen. Das sei zwar weniger Arbeit, aber man hätte danach auch weniger originale Substanz, so Öxler.
Um die heraus getrennten Blechstücke zu ersetzen, fertigt Öxler Schablonen an und schneidet mit deren Hilfe neue Teile. Die müssen genau in die entstandenen Lücken passen. Das ist eine Arbeit, bei der er viel Geschick und gutes Augenmaß braucht.
Etwa eine Woche lang arbeitet Johannes Öxler an einer Karosserie. Danach schickt er sie zu einem Lackierer nach Polen.
Wenn das Auto nach drei Monaten zurück kommt, beginnt Öxler mit dem Einbau der Sitze, Scheinwerfer und der Verkabelung. Manchmal muss er auch den Motor auseinandernehmen und aufwändig reparieren.
Viele hundert Arbeitsstunden steckt Johannes Öxler in die Restaurierung seiner alten BMWs.
Wenn er ein Auto fertig hat, sieht es optisch so aus, als ob es gerade eben erst aus dem Fabriktor gerollt wäre.
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Johannes Öxler, KFZ-Meister
CREDITS
Autor: Christopher Paul
Kamera: Harald Schmuck
Ton: Daniele Guida / Ben Böhm
Schnitt: Torsten Truscheit
Grafik: Katharina Flamm
Sprecher: Rolf Hüffer
Redaktion: Carmen Lustig
Social Media Redaktion: Land und Leute RP online
Produktion: EIKON Media GmbH
In "Handwerkskunst" wird in jedem Film ein Handwerk vorgestellt - vom ersten Arbeitsschritt bis zur Vollendung. Mit langen Einstellungen, genauen Beobachtungen, ruhigen Schnittfolgen und ohne störende Hintergrundmusik kann jeder nachvollziehen, wie die Dinge entstehen und begreifen, warum gutes Handwerk auch große Kunst ist.
Netiquette:
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